13. Juni 2027 · 18.00 Uhr

Gary Hoffman, Cello
Chloé Jiyeong Mun, Klavier

„Pure Beethoven“

Cellowelten eines Genies 

Ludwig van Beethoven 

(1770-1827) 

Zwölf Variationen über „Ein Mädchen oder Weibchen“ aus Mozarts „Die Zauberflöte“; F-Dur, op. 66 

Sonaten für Violoncello und Klavier 

Nr. 3; A-Dur op. 69 

Nr. 4, C-Dur op. 102,1 

Nr. 5, D-Dur op. 102,2 

Gary Hoffman

„Wir spielen, wie wir sind.“ Diese wenigen Worte haben im Falle von Gary Hoffman selten so sehr gestimmt. 

Vor Publikum und seinen Studenten der Queen Elisabeth Music Chapel in Belgien sowie von den renommiertesten amerikanischen Universitäten tritt er nicht auf, um eine Botschaft zu verkünden. Er steht vor uns, nicht um uns zu gefallen. Er spielt aus sich heraus, Musik und Leben sind eins. Das erscheint so einfach in einer Welt, die in Bildern, Slogans und Posen ertrinkt. 

Wie jeder Poet der Bühne hat Gary Hoffman seine Entscheidungen früh getroffen. Von seinen Eltern, beide Berufsmusiker, und seinen Lehrern, Karl Fruh in Chicago und vor allem Janos Starker, kannte er keine Kompromisse. Der Gewinn des ersten Rostropowitsch-Grand-Prix in Paris 1986 öffnete ihm Türen. Doch er hat seine künstlerischen Entscheidungen nie verraten. 

Er spielt, um er selbst zu sein. Die Regeln sind selbsterklärend: die Technik beherrschen und sich allmählich in die Welt eines Werkes vertiefen. Aber mit welchem Ziel? Es geht um weit mehr als Perfektion. In seinen Augen hat das Streben nach Effizienz und Kraft niemals Vorrang vor dem Ausdruck von Schönheit, jener Schönheit, die ihn seit seiner Jugend genährt hat, als er den größten Musikern lauschte. Er spielt mit absolutem Respekt vor der Partitur, aber auch mit einer Hinterfragung der Tradition. Bewunderung ist nicht Unterwürfigkeit. Seine Aufnahmen mit La Dolce Volta belegen dies. Jungen Musikern vermittelt er die Lust am Zweifel, an der Neugier und am Wagnis, vom großen Repertoire bis hin zu neuen Kompositionen. 

Seit seinem Debüt in der Wigmore Hall in London mit 15 Jahren spielt er für ein Ideal. Als gefragter Solist ist Gary Hoffman seit vielen Jahren mit den weltbesten Orchestern zu erleben: mit den Sinfonieorchestern in Chicago, London, Montreal, Toronto, San Francisco und Baltimore ebenso wie mit dem English, Moscow und Los Angeles Chamber Orchestra, dem Orchestre National de France, dem Orchestre de la Suisse Romande, den Netherlands und Rotterdam Philharmonics, dem Cleveland Orchestra for the Blossom Festival und dem Philadelphia Orchestra. Dabei arbeitete er mit so gefeierten Dirigenten wie André Previn, Charles Dutoit, Mstislav Rostropovich, Pinchas Zukerman, Andrew Davis, Herbert Blomstedt, Kent Nagano, Jesús López-Cobos und James Levine zusammen. 

Als regelmäßiger Gast der Lincoln Center Chamber Music Society in New York ist der bemerkenswerte Kammermusiker sehr gefragt. 

Gary Hoffman hat Platten für BMG (RCA), Sony, EMI, Le Chant du Monde und nun auch für La Dolce Volta aufgenommen. 

Seit 1990 ist seine Wahlheimat Paris. Er spielt das „Ex-Leonard Rose“-Violoncello von Nicolo Amati aus dem Jahre 1662. 

Foto: © William Beaucardet

Chloé Jiyeong Mun 

Ich habe in ihr die Natürlichkeit der Musikalität wiederentdeckt, die ich für verloren gehalten hatte.“ Jörg Demus, Juryvorsitzender des 60. Internationalen Busoni-Wettbewerbs. 

Die Pianistin Chloe Jiyeong Mun erlangte 2014 im Alter von 18 Jahren internationale Bekanntheit, als sie den ersten Preis beim internationalen Wettbewerb in Genf (Schweiz) gewann. 2015 errang sie auch den Sieg beim Internationalen Busoni-Wettbewerb in Italien. Seitdem gilt sie als eine der gefragtesten Musikerinnen ihrer Generation. 

Sie hat mit führenden Dirigenten weltweit zusammengearbeitet, darunter, Alexander Shelley, Yuri Bashmet, James Judd, Roberto Beltrán Zavala, Victor Pablo Perez, Mario Venzago. Sie konzertierte mit renommierten Orchestern wie dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Japan Philharmonic Orchestra, dem Trieste Verdi Orchestra, dem Nuova Orchestra Ferruccio Busoni, dem St. Petersburg Symphony Orchestra, dem Orquesta y Coro de la Comunidad de Madrid (ORCAM), dem Seoul Philharmonic Orchestra und dem Korean National Symphony Orchestra. Ihre Liederabende fanden unter anderem im Gewandhaus, in der Wigmore Hall, in der Warschauer Philharmonie, in der Salle Cortot, in der Philharmonie Arthur Rubinstein in Bydgoszcz und im Seoul Arts Center statt. Sie trat außerdem bei renommierten Festivals wie „Chopin and His Europe“, dem Chopin-Festival in Duszniki, dem Arthur-Rubinstein-Klavierfestival und dem Festival Omaggio di Michelangeli. Chloe veröffentlichte ihr Debütalbum „Schumann Piano Sonata No. 1 & Fantasie“ bei der Deutschen Grammophon. 

Darüber hinaus wird sie als engagierte Kammermusikerin jährlich zum Seoul Spring Festival of Chamber Music und zum Seoul International Music Festival eingeladen 

Chloe wurde 1995 in Yeosu, Südkorea, geboren und begann im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspielen. Sie studierte von 2010 bis 2020 bei Professor Daejin Kim an der Korea National University of Arts und 2022/23 als Künstlerdiplomstudentin an der Barenboim Said Akademie bei Sir András Schiff. In der Saison 2024/25 präsentierte Sir András Schiff Chloe auf renommierten Bühnen wie dem Rudolf-Firkušný-Festival, Schloss Elmau, dem Lockenhaus Festival und Perugia Musica Classica. 

Foto: © Grzedzinski