9. April 2027 · 19.30 Uhr
Lena Neudauer, Violine
Matthias Kirschnereit, Klavier
„Jubiläumskonzert“
15 Jahre Villa Papendorf mit Werken von Beethoven, Debussy, Dvorák und Brahms
Ludwig van Beethoven: Violinsonate F-Dur, op. 24 – Frühlingssonate
(1770-1827)
Claude Debussy: Violinsonate g-Moll
(1862-1918)
Antonin Dvorák: Sonatine G-Dur, op. 100
(1841-1904)
Johannes Brahms: Violinsonate d-Moll, op. 108
(1833-1897)
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Lena Neudauer
„Heute ist Lena Neudauer eine viel gefragte Künstlerin, die mit der Klarheit und Kraft, der Anmut und Seelentiefe ihres Geigenspiels ein internationales Publikum begeistert.“ (Focus)
Im Alter von drei Jahren begann Lena Neudauer mit dem Geigenspiel, mit 11 Jahren kam sie in die Klasse von Helmut Zehetmair an das Mozarteum Salzburg. Internationale Aufmerksamkeit errang sie, als sie 15-jährig den Leopold-Mozart-Wettbewerb in Augsburg nicht nur gewann. Bis hier klingt ihr Werdegang ähnlich dem vieler anderer Musiker. Das Außergewöhnliche war jedoch ihre mutige Klarheit, mit der sie sich als Teenager gegen den frühzeitigen Beginn einer Star-Karriere entschieden hat. „Ich wollte nicht mit 15 in Hotels leben und ständig auf der Bühne sein“ sagte sie. Stattdessen ging sie ihrem Geigenunterricht nach und studierte bei Christoph Poppen, Helmut und Thomas Zehetmair. Ihre Offenheit und ihr Engagement für die unterschiedlichsten musikalischen Richtungen hat sie so immer weiterentwickelt.
Mit 26 Jahren wurde Lena Neudauer zur Professorin für Violine an die Hochschule für Musik Saar berufen, seit 2016 hat sie eine Professur an der Hochschule für Musik und Theater München inne.
Im Mai 2010 erschien ihre Debüt-CD bei Hänssler Classic gemeinsam mit der Deutschen Radio Philharmonie unter der Leitung von Pablo Gonzalez mit einer Gesamteinspielung der Werke für Violine und Orchester von Robert Schumann. Die Aufnahme gewann den International Classical Music Award (ICMA) für die beste Konzerteinspielung 2011. 2013 folgte eine Kammermusik-CD mit Einspielungen der Werke für Violine und Klavier (Paul Rivinius), sowie der Sonate für Violine und Violoncello (Julian Steckel) von Maurice Ravel. 2014 veröffentlichte Lena Neudauer ihre Einspielung der Mozart Violinkonzerte mit der Deutschen Radio Philharmonie (Hänssler Classic), die sich insbesondere durch eigene, stilsichere Kadenzen auszeichnet und verwirklichte damit einen langgehegten Traum. Zum
Beethoven-Jubiläum erschien eine CD mit Beethovens Violinkonzert op.61 und den Romanzen 1&2, zusammen mit der Cappella Aquileia unter der Leitung von Marcus Bosch (cpo, 2019). Diese wurde von den Kritikern euphorisch als Sternstunde und neue Referenzaufnahme gefeiert (u. a. Pizzicato, Fono Forum, Crescendo) und mit dem Supersonic Award ausgezeichnet.
Lena Neudauer musiziert mit bedeuten Orchestern rund um den Globus wie unter anderem der Academy of St. Martins in the Fields in London, dem Orchestre National de Belgique, dem Orchestre de chambre de Paris, der Russischen Philharmonie St. Petersburg, dem Berner Symphonieorchester, dem Collegium Musicum Basel, dem Tampere Philharmonic Orchestra sowie der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern, der Kammerakademie Potsdam, unter Dirigenten wie Mariss Jansons, Hannu Lintu, Mario Venzago, Bruno Weil und vielen anderen.
Im Bereich der Kammermusik verbindet Sie eine intensive Zusammenarbeit unter anderem mit Julian Steckel, Julia Fischer, Matthias Kirschnereit, Herbert Schuch, Lauma Skride, William Youn und Nils Mönkemeyer. Seit dem Ensemble-Debut 2023 beim Heidelberger Frühling ist Lena Neudauer regelmäßig im Trio mit Marianna Shirinyan und Sebastian Klinger zu erleben.
Lena Neudauer spielt eine Lorenzo Guadagnini von 1743 und eine Philipp Augustin von 2015.
Foto: © Denise Krentz
Matthias Kirschnereit
Ein „Poet am Klavier“ ist Matthias Kirschnereit der Süddeutschen Zeitung zufolge. Wo er auftritt, fesselt er die Hörer mit seiner Gabe, den Empfindungsreichtum, den erzählerischen Ausdruck und damit die menschlichen Züge in der Musik aufzuspürenund zu vermitteln.
Matthias Kirschnereit konzertiert weltweit mit führenden Klangkörpern wie dem Tonhalle Orchester Zürich, New City Philharmonic Orchestra Tokyo, Het Residentie Orkest Den Haag, den St. Petersburger Philharmonikern, Orquesta Filarmónica de Gran Canaria, dem SWR Symphonieorchester Stuttgart, dem hr-Sinfonieorchester, den Bamberger Symphonikern, der NDR Radiophilharmonie, der Camerata Salzburg sowie dem Münchener Kammerorchester. Er arbeitete mit den Dirigenten Hartmut Haenchen, Marcus Bosch, Christopher Hogwood, Michael Sanderling, Frank Beermann, Alexander Liebreich und Alondra de la Parra zusammen. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen die Geiger Christian Tetzlaff, Lena Neudauer, der Hornist Felix Klieser, die Klarinettistin Sharon Kam, die Cellisten Julian Steckel, Daniel Müller-Schott, das Minguet Quartett, das Aris Quartett und das Amaryllis Quartett.
Eine umfangreiche Diskographie dokumentiert seit dem Jahr 1989 Matthias Kirschnereits Schaffen. Seine Gesamtaufnahme der Klavierkonzerte Wolfgang Amadeus Mozarts hat Maßstäbe gesetzt, für die Weltersteinspielung des rekonstruierten e-Moll-Klavierkonzerts von Felix Mendelssohn Bartholdy erhielt er einen ECHO Klassik. Kirschnereit widmet sich aber auch ungewöhnlichem Repertoire, er hat Klavierkonzerte von Julius Röntgen aufgenommen und Händels Orgelkonzerte in einer eigenen Klavierfassung eingespielt. „Kirschnereit deserves all the praises coming to him these days!“ lobte das Londoner Gramophone Magazine seine Solo- CDs mit Klavierwerken Robert Schumanns („Scenen“) und Franz Schuberts („Wanderer Fantasie“). Und seine CD „Lieder ohne Worte“ nannte Fono-Forum „konkurrenzlos“. Die Aufnahme war ein Novum, denn Kirschnereit war der Erste, der sämtliche „Lieder ohne Worte“ der Geschwister Felix Mendelssohn Bartholdy und Fanny Hensel in einer Gesamtschau vereinigte. Sein Brahms Album „FAE – Frei aber einsam“ wurde vom WDR als die „herausragende Brahms-Aufnahme der letzten Jahre“ bezeichnet. Über seine CD „Concertant“ mit sämtlichen Werken von Robert Schumann für Klavier und Orchester urteilte der NDR Kultur: „poetisch, frei, beseligend.“ Nachdem Kirschnereit zwischenzeitlich mit dem hr-Sinfonieorchester dem Zwischenraum von Klassik und Romantik mit Werken von Hummel, Weber und Mendelssohn widmete, hat er sich mittlerweile Haydn zu gewendet. Seine CD „HAYDN: The Complete Piano Concertos“ ist eine Gesamtaufnahme der selten gespielten Haydn Klavierkonzerte mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn.
Seit 2012 ist Matthias Kirschnereit Künstlerischer Leiter der Gezeitenkonzerte. JedesJahr folgen zahlreiche Künstler von internationalem Rang seiner Einladung nach Ostfriesland und begeistern ein stetig wachsendes Publikum. Seine Erfahrung und seine künstlerischen Ideale gibt er als Professor an der Hochschule für Musik und Theater Rostock an kommende Generationen weiter.


